Bürgerhaus Roßbrunn

In der Gemeinderatssitzung vom 30.11.15 wurde verschiedene Beschlüsse zum Bürgerhaus in Roßbrunn gefasst.

Hierbei gab es drei strittige Situationen, in denen ich zwei mal gegen die (deutliche) Mehrheit stimmte und einmal mit der knappen Mehrheit. Es ging dabei um Folgendes:

  1. Wegfall eines Fensters in der Werkstatt des Feuerwehrbereiches. Hier habe ich für den Wegfall des Fensters gestimmt. Damit können Einsparungen von 2100 Euro erzielt werden. Es wurde argumentiert, dass das Fenster für die Feuerwehr nötig sei. Das sehe ich anders. Die beiden Fenster (eines bleibt bestehen) gehen nach Norden raus – eine Beleuchtung im Raum ist somit meiner Ansicht nach sowieso zwingend. Außerdem können die 2100 Euro eingesetzt werden, um das verbleibende Fenster zu vergrößern und somit einen zweiten Fluchtweg zu schaffen. Damit kann der Raum als Aufenthaltsraum genutzt werden. Eine Deklarierung des Raums als Werkstatt oder Lagerraum und anschließende Nutzung ohne Nachweis des zweiten Fluchtwegs als Aufenthaltsraum lehne ich entschieden ab!Der Gemeinderat hat mit knapper Mehrheit für den Wegfall des Fensters gestimmt.
  2. Errichtung einer behindertengerechten, öffentlich zugänglichen Toilette im Eingangsbereich des Bürgerhauses. Heike Siedler, Bürgerin aus Roßbrunn, hatte beantragt, eine (bzw. ursprünglich zwei) behindertengerechte Toilette im Eingang des Bürgerhauses statt im Foyer zu errichten. Aus meiner Sicht ist diese Maßnahme sinnvoll, da somit erstens eine behindertengerechte Toilette für das Bürgerhaus zur Verfügung stände, ohne Platz im Foyer zu verbrauchen und zweitens diese Toilette auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stände. Gerade für Radfahrer*innen wäre das eine enorme Verbesserung. Zudem könnte die am Friedhof geplante behindertenfreundliche, öffentliche Toilette entfallen. Dadurch würden ca. 25000 Euro gespart – gegenüber den Mehrkosten für die Toilette im Eingangsbereich des Bürgerhauses (28000 €) ergäben sich insgesamt Mehrkosten von 3000 Euro; aus meiner Sicht sind die Vorteile diesen Betrag wert.Die Mehrheit des Gemeinderates sah das anders – der entsprechende Beschlussvorschlag zum obigen Punkt wurde gegen die Stimmen von Ingrid Metz, Karl-Heinz Ursprung (beide Grüne), Barbara Plaschke (CSU) und mir abgelehnt. Stattdessen beschloss der Gemeinderat die Errichtung einer behindertengerechten Toilette im Foyer des Bürgerhaus. 
  3. Einbau von elektrischen Rolläden für die Fenster im Saal des Bürgerhauses. Ich hätte den Einbau von handbetriebenen Rollos bevorzugt. Das wäre deutlich billiger gewesen; zudem ist die Elektronik einer automatischen Anlage anfällig für Fehler. Den fehlenden „Komfort“ für die Nutzer*innen des Bürgerhauses halte ich für verkraftbar.Außer mir stimmten noch Klaus Schmidt, Erich Nusser und Bernd Roos (alle SPD) für den Einbau handbetriebener Rollos. 

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