Gemeinderatssitzung vom 16. Januar 2017

Hier ist der Bericht aus der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres 2017. Über Folgende Angelegenheiten wurde entschieden:

Bürgerhaus Roßbrunn

Wie schon öfters berichtet wird das Bürgerhaus in Roßbrunn in naher Zukunft umfassend saniert. Durch die Umsetzung der Beschlüsse vom 14. Dezember 2015 ergab sich die Notwendigkeit einiger neuer Beschlüsse, da insbesondere die Berechnungen der Statik die Umsetzung einiger Vorhaben unmöglich machten.

Fenster für die Räume der Feuerwehr

Durch die spezielle Konstruktion des Bürgerhauses, das keine normale Stahlbetonkonstruktion mit aufgelegter Decke, sondern eine Verbundkonstruktion von Decke und Wänden besitzt, ist es nur mit massivem Aufwand möglich, Löcher für große Fenster in die Wände der Feuerwehrhalle zu schneiden. Hierzu hätten mehrere Stahlträger im Innenraum der Feuerwehrhalle angebracht werden müssen, was einen Mehraufwand von 50.000 Euro bedeutet hätte. Die Alternativen wären kleine, „schießschartenartige“ Fenster oder gar keine Fenster, dafür aber durchsichtige Elemente in den Toren der Feuerwehrhalle und Lichtbänder von der Halle zu den Abstellräumen gewesen. Der Gemeinderat hat sich aus Kostengründen dafür entschieden, keine Fenster , dafür jedoch die Lichtbänder, einzubauen.

Verbesserung der Raumakustik im Saal

Wie durch Messungen eines Ingenieur-Büros festgestellt wurde, lässt die Raumakustik im Saal des Bürgerhauses zu wünschen übrig, da die Nachhallzeiten zu lang sind. Der Gemeinderat hat deswegen beschlossen, spezielle Platten aus Holz und Weichfaser einzubauen, die für kürzere Nachhallzeiten und eine bessere Akustik sorgen. Die Mehrkosten hierfür belaufen sich auf ca. 7000 €.

Flüssiggastank

Der neue Flüssiggastank wird unterirdisch unterhalb der bestehenden Parkplätze eingebaut. Bei einer Aufstellung des Flüssiggastanks an der bisher vorgesehenen Stelle hätten sich Mehrkosten von 30.000 € ergeben, so liegen sie lediglich bei 7.500 €.

Lüftung, Heizung, Elektro

Hier ergeben sich Mehrkosten von 122.000 €. Dies liegt an mehreren Faktoren. Zum einen besitzt die Decke des Bürgerhauses nicht die angenommene Tragfähigkeit, sodass die neuen Lüftungsrohre nicht einfach auf die Streben aufgelegt werden können, sondern eine separate Halterung bekommen müssen. Ebenfalls geändert werden musste die Planung, den alten Heizkessel zu behalten, da dieser nicht – wie bisher angenommen – mit einem Flüssiggasbrenner betrieben werden kann. Zum anderen gibt es Neuerungen bei bei der Lüftung und Heizung. Anstatt von Solarpanels soll nun eine Wärmepumpe für die Deckung der Wärme-Grundlast des Gebäudes sorgen. Zudem wird für die Feuerwehrhalle durch den Wegfall der großen Fenster eine eigene Lüftungsanlage benötigt; dafür fallen allerdings auch die bisher vorgesehenen Heizstrahler weg.

Küche

Für die neue Dunstabzugshaube der Küche wird ebenfalls eine neue Lüftungsanlage gebraucht. Die Mehrkosten für diesen einzelnen Punkt betragen 42.000 € (sind aber schon in den 122.000 € beim vorigen Punkt enthalten). Die Planer machten bei diesem Punkt klar, dass es eine „richtige“ Küche, in der man selbst kochen kann, nur mit dieser Lüftungsanlage geben kann; die Alternative wäre ein Raum für Caterer gewesen. Teile des Gemeinderates wollten die Küche einsparen und in einen Raum für Caterer ohne Kochmöglichkeit umwandeln. Die Möglichkeit, selbst zu kochen, ist jedoch von immenser Wichtigkeit für die ansässigen Vereine. Das haben die Gemeinderatsmitglieder Ingrid Metz (Grüne), Barbare Plaschke (CSU), Andreas Gese (FW) und ich auch noch einmal unmissverständlich klar gemacht und deswegen für eine Vollausstattung der Küche plädiert. Letztlich hat sich der Gemeinderat mehrheitlich für eine neue Küche mit Kochmöglichkeit und Lüftungsanlage entschieden. Zu kritisieren bleibt, dass zwar ein neuer Herd, eine neue Spüle und eine neue Friteuse angeschafft werden, aber keine neuen Küchenmöbel. Warum hier weiterhin die über 30 Jahre alten Möbel verwendet werden sollen bleibt ein Rätsel.

Insgesamt belaufen sich alle Mehrkosten für das Bürgerhaus inklusive Inflation aufgrund der Planungsdauer auf 250.000 Euro.

Raumakustik alte Kirche

Absorberplatten – Screenshot von der Website des Herstellers

Ähnlich wie beim Bürgerhaus wurde auch in der alten Kirche die Raumakustik vermessen. Auch hier wurde festgestellt, dass das Anbringen von absorbierenden Platten an die Wände zur Verbesserung der Akustik nötig ist. Der Gemeinderat hat sich in Rücksprache mit dem Denkmalschutz für Kunststoff-Platten des Herstellers GFAG entschieden.

Zuschussanträge der Vereine SC Roßbrunn-Mädelhofen, TSG Waldbüttelbrunn und DJK Waldbüttelbrunn

Drei Sportvereine hatten jeweils Zuschüsse für verschiedene Dinge beantragt: Der SC Roßbrunn-Mädelhofen 2500 € (50% der Gesamtsumme) für Planungskosten für das neue Vereinsheim, die TSG Waldbüttelbrunn 919,95 € (50% der Gesamtsumme) für die Instandsetzung der Tennisplätze und die DJK Waldbüttelbrunn einen Zuschuss in „angemessener Höhe“ zu den Baukosten von 29.105 € für einen Geräteraum, einen Treppenabgang, eine Gabionenwand und einen Ruheplatz mit Sitzgelegenheit. Alle drei Anträge wurden vertagt, bis alle drei Vereine ihre Vermögensverhältnisse offen gelegt haben und im Fall des SC Roßbrunn-Mädelhofen, bis ein schlüssiges Konzept für das neue Vereinsheim vorgelegt wird.

Zuschussantrag der kath. Kirchenstiftung für die Renovierung der Kirche St. Kilian in Mädelhofen

In einer früheren Sitzung hat der Gemeinderat beschlossen, die Renovierung der Kirche St. Kilian in Mädelhofen mit 4500 € – das entspricht 10% der Kosten, die durch die kath. Kirchenstiftung zu tragen sind – zu bezuschussen. Nun sind die Kosten gestiegen und es wurde ein neuer Beschluss über einen Zuschuss beantragt. Die Kosten für die Kirchenstiftung belaufen sich nun auf 60.000 € von 160.000 € Gesamtkosten. Beantragt wurde ein Zuschuss zwischen 12.000 und 16.000 €. Peter Schulz, 3. Bürgermeister, stellte den Antrag, einen Zuschuss von 12.500 € zu gewähren. Der Antrag wurde mit 11:10 Stimmen angenommen. Ich habe mich dagegen ausgesprochen und auch dagegen gestimmt. Die katholische Kirche ist eine reiche Institution. Zwar sollte auch die Gemeinde etwas zum Erhalt von Baudenkmälern wie der Kirche St. Kilian beitragen, jedoch erscheinen mir aufgrund der Finanzlage der katholischen Kirche maximal 10 % der durch die Kirchenstiftung zu tragenden Kosten – in diesem Fall maximal 6.000 € – als völlig ausreichend. Mit mir stimmten Teile der Fraktion der Freien Wähler und der SPD-Fraktion sowie Karl-Heinz Ursprung (Grüne) gegen den Antrag des 3. Bürgermeisters.

Namensgebung für die neue Straße im Gewerbegebiet

Die Grünen-Fraktion hatte als Namen für die neue Straße im Gewerbegebiet den Namen „Lotte-Lutz-Str.“ vorgeschlagen, um damit Lotte Lutz, die der Gemeinde Waldbüttelbrunn ihr Vermögen (gut 300.000 €) vererbt hatte, zu würdigen. Leider folgte keine der anderen Gemeinderatsmitglieder unserem Vorschlag. Der Gemeinderat entschied sich in der Folge gegen die Stimmen von Klaus Schmidt, Barbara Plaschke und der Grünen-Fraktion für den Namen Merowinger Straße.

Ausschreibung der Erschließungsarbeiten Kiesäcker 4.1.

Für den neue Gewerbegebietabschnitt inklusive des neuen Supermarktes sollten die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben werden. Während der Gemeinderat die Ausschreibung mehrheitlich beschloss, hat meine Fraktion konsequent geschlossen dagegen gestimmt.

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