Zweiter Bauabschnitt Umbau Ballsporthalle

In der Gemeinderatssitzung vom 23. Januar 2017 hat der Gemeinderat den Fahrplan für den zweiten Bauabschnitt der Renovierung der Ballsporthalle beschlossen. Dabei wurde u.a. über die Beschaffenheit der Prallwand, Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik, die neuen Fluchtwege und schließlich über die neue Tribüne beraten. Die Maßnahmen werden notwendig, da die Halle zurzeit nicht über ausreichenden Brandschutz verfügt.

Prallwand

Die Prallwand ist dafür da, Verletzungen von Sportler*innen möglichst zu verhindern. Zudem darf sie aus Brandschutzgründen nicht brennbar sein. Diese Bedingung wurde von der alten Prallwand nicht mehr erfüllt, weswegen sie ausgetauscht werden muss. Die neue Prallwand wird aus durch Imprägnierung brandgeschützten Holzlatten bestehen, die auf einer gefederten Unterkonstruktion aufgebracht werden. Die Latten werden mit Klarlack lackiert werden und somit in „Naturfarbe“ eingebaut werden.

Modell der Holzlatten der neuen Prallwand

Akustik

Da die Halle – ähnlich wie das Bürgerhaus und die Alte Kirche – zu lange Nachhallzeiten aufweist, werden an der Decke Akustik-Element eingebaut, die Schall absorbieren. Die Elemente werden direkt an die bestehende Decke angehängt. Weil die Statik der Halle eine komplette Behängung der Halle nicht zulässt, wird nur die Hälfte der Hallendecke behängt, namentlich die durch die großen Dachträger abgrenzbaren Felder je abwechselnd.

Fluchtwege

Die große Fluchttür in der Mitte der Tribüne wird geschlossen und durch zwei Fluchttüren an den beiden Seiten der neuen Tribüne ersetzt. Auf der anderen Hallenseite werden ebenfalls geschlossen und durch zwei größere Türen an leicht veränderter Stelle ersetzt. Die Türen werden in Zukunft bündig mit der Prallwand abschließen und nicht wie bisher in einer Nische liegen.

Tribüne

Da die alte Tribüne auch im eingefahrenen Zustand keine Prallwandfunktion besitzt, muss sie durch eine neue Tribüne ersetzt werden. Diese kann elektronisch ein- und ausgefahren werden und soll im eingefahrenen Zustand Prallwandfunktion bieten. Die neue Tribüne wird sechs Stufen besitzen und bis zu 600 und damit doppelt so vielen Zuschauer*innen Platz bieten.

Mehrkosten

Da im Vergleich zur ursprünglichen Planung, also noch vor dem Erkennen der Probleme im letzten Sommer, weitaus mehr Maßnahmen notwendig sind, ergeben sich Mehrkosten von ca. 460.000 Euro. Die Gesamtkosten der Hallensanierung liegen dadurch dann bei knapp zwei Millionen Euro.

Zeitplan

Die Ausschreibungen der Arbeiten werden so bald wie möglich beginnen, die Sanierung wahrscheinlich im Juli. Von Juli bis Mitte September 2017 bleibt die Halle voraussichtlich geschlossen.

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