Neuer Antrag: für einen verbesserten ÖPNV im westlichen Landkreis und der Stadt Würzburg!

Die Fraktionen der GRÜNEN, der CSU, der SPD, der FW-FWG, der LINKEN, der ÖDP/WL und der FDP/Bürgerforum im Stadtrat Würzburg, Stadtratsmitglied Wolfgang Baumann sowie die Fraktionen der GRÜNEN, der SPD und der ÖDP/FDP im Kreistag wollen mit einem interfraktionellen Antrag für die erste Sitzung des gemeinsamen Ausschusses stadt.land.wue am 9. Juli den ÖPNV in der Region Würzburg stärken.

Konkret streben wir eine Verbesserung des Straßenbahntaktes jeder Linie auf 10 Minuten tagsüber an Werktagen und die Einrichtung von drei neuen Umstiegshaltestellen zum Busverkehr des Landkreises an. Die Busse der Linienbündel 11, 470, 480, 490, 510, 520 und 550 sollen dann zu den Haltestellen Bürgerbräu, Wörthstraße oder Königsberger Straße geführt werden und dort enden. Um unseren Antrag zu veranschaulichen, haben wir für alle betroffenen Linien neue Fahrpläne als Grundlage für die Neuplanung erstellt. Zwar entstehen durch die Brechung der Buslinien an den drei Haltestellen neue Umstiege, jedoch kann aufgrund der in der Stadt eingesparten Buskilometer der im Landkreis gefahrene Takt erheblich verbessert und damit die Attraktivität des ÖPNV erhöht werden. Das würde zum Beispiel für Waldbüttelbrunn einen durchgehenden 30-Minuten-Takt an Werktagen von 6 bis 22 Uhr bedeuten, durch Linienüberlagerung mit der Linie 633, die nicht verändert wird, zum Teil sogar einen Viertelstundentakt. An Samstag erhielte Waldbüttelbrunn einen durchgehenden Stundentakt, der alle zwei Stunden durch eine Fahrt der Linie 633 auf eine halbe Stunde verdichtet wird.

Gleichzeitig wäre mit einer Entlastung der Stadt von Lärm und Abgasen sowie einer Verminderung der logistischen Überlastung am Busbahnhof zu rechnen, da mit dem vorgelegten Konzept über 400 Busse pro Tag nicht mehr in die Innenstadt hineinfahren müssten. Die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Busse im Landkreis leidet bisher oft unter den innerstädtischen Staus – auch hier könnten deutliche Verbesserungen erzielt werden. Die Straßenbahn als umweltfreundliches und zuverlässiges Verkehrsmittel würde wiederum durch die erhöhte Taktung an Attraktivität gewinnen und könnte so die zusätzlichen Fahrgäste aus dem Landkreis gut bewältigen.

Dieser Antrag ist mir persönlich sehr wichtig, da ich sehr viel Zeit und Energie in die Entwicklung des Konzepts und in das Schreiben des Antrags gesteckt habe. Gleichzeitig werden mit einem Schlag viele Forderungen des GRÜNEN-Konzepts für einen besseren ÖPNV vom vergangenen Oktober umgesetzt. Es ist überfällig, im Landkreis Würzburg endlich einen modernen ÖPNV mit dichtem Takt, Tangentialverbindungen, reibungslosen Umstiegen und hoher Zuverlässigkeit zu schaffen. Dies leistet unser beantragtes Konzept.

Der Antrag wird erstmalig am 9. Juli in der Sitzung des gemeinsamen Ausschusses behandelt. Legt man die Anzahl der Sitze zugrunde, die von den Antragsteller*innen eingenommen werden, sollte eine positive Beschlussempfehlung dort eine Mehrheit erreichen. Anschließend muss er von den entsprechenden Gremien in Stadt und Landkreis behandelt werden. Ich hoffe sehr, dass er auch dort Mehrheiten erhält und wir schon bald deutlich besser im ÖPNV unterwegs sein werden, als das bisher der Fall ist.

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