Sitzung des Interkommunalen Ausschusses vom 28. Oktober 2026

In der Sitzung des interkommunalen Ausschusses ging es u.a. um die Neuausschreibung der Verkehrsverträge für die Linien 977 und 633 sowie um den Sachstand zum Radweg auf der Löwenbrücke und zu Planungen für eine Radweg in der Veitshöchheimer Straße.

Neuplanung Linien 633 und 977

Dieses Thema wurde von meiner Fraktion auf die Tagesordnung gesetzt. Derzeit läuft für die Linien 633 (Würzburg – Marktheidenfeld) und 977 (Würzburg – Wertheim) die turnusgemäße Neuausschreibung. Die Verantwortung dafür liegt bei den Landkreisen Main-Spessart (633) und Main-Tauber (977). Beide Linien bedienen Orte im westlichen Landkreis Würzburg mit: Mädelhofen, Roßbrunn, Uettingen (beide), Holzkirchen, Wüstenzell (jeweils 977 und bei der 633 einzelne Fahrten) und Remlingen (derzeit nur 633).

Zunächst einmal soll die Neuausschreibung bei der Linie 977 erhebliche Verbesserungen bringen. Die Linie soll an Werktagen stündlich verkehren, davon alle zwei Stunden über Remlingen/Marktheidenfeld und alle zwei Stunden über Bettingen/Holzkirchen. Am Wochenende soll sie zweistündlich, dann über Bettingen/Holzkirchen verkehren. Bei der Linie 633 ergeben sich kleinere Änderungen und einzelne Mehrfahrten, im Wesentlichen bleibt der Fahrplan aber so wie bisher, u.a. mit einem Zweistundentakt am Wochenende.

Das Problem ist an dieser Stelle nun zweierlei:

  • In Fahrtrichtung Marktheidenfeld bzw. Wertheim ist der Fahrplan an Wochenenden so gestrickt, dass alle zwei Stunden die Linie 633 und die Linie 977 gleichzeitig am Würzburger HBF abfahren. Anschließend fährt zwei Stunden lang kein Bus. Mit einer guten Abstimmung der Fahrpläne aufeinander wäre ein Stundentakt am Wochenende stadtauswärts für Mädelhofen, Roßbrunn und Uettingen möglich, was eine große Verbesserung zum Ist-Zustand darstellen würde. Stadteinwärts wäre es so oder so ein 90/30-Takt, also Bus – 90 Minuten warten – Bus – 30 Minuten warten – Bus usw.
    In Wertheim gibt es mit dem Anschluss an die alle zwei Stunden verkehrende Bahn gute Gründe für die Abfahrtszeiten. Den Fahrplan der Linie 633 könnte man allerdings meiner Meinung nach abändern und bisher hat mir noch niemand Gründe genannt, warum das nicht gehen sollte. Dass hier anscheinend bisher keine bessere Abstimmung möglich ist, ist eigentlich Steuergeldverschwendung: denn man könnte den doppelten Takt mit denselben finanziellen Ausgaben realisieren, wenn man sich anstrengen würde.
  • Die Linie 633 hält mit wenigen einzelnen Ausnahmen in Richtung Marktheidenfeld in Mädelhofen nur zum Aussteigen. Das heißt, der Bus fährt die Haltestelle „Mädelhofen Ort“ nur an, wenn im Bus jemand den Haltewunsch-Knopf betätigt. Eine verlässliche Verbindung von Mädelhofen nach Marktheidenfeld oder auch nur nach Uettingen gibt es somit nicht. Das ist ein unhaltbarer Zustand! Für mich ist es völlig unverständlich, warum der Bus nicht immer in den Ort reinfährt. Wenn bei jeder Fahrt jemand drückt, muss er ja auch immer reinfahren. Der Halt muss also im Fahrplan so oder so berücksichtigt werden. Nun sollte es so laufen, dass die 977 mit ihren vielen neuen Fahrten immer bei „Mädelhofen Ort“ anhält. Somit wäre eine Verbindung nach Uettingen gegeben, das ist schon mal ein großer Fortschritt. Alle zwei Stunden wäre dann auch eine Fahrt nach Marktheidenfeld möglich, siehe oben. ABER: wie das Würzburger Kommunalunternehmen in der öffentlichen Sitzung mitteilte, erwägt der Landkreis Main-Spessart aus dem Linienast der 977 über Marktheidenfeld auszusteigen. Das bedeutet, die Linie 977 würde dann nur noch über Holzkirchen fahren. Eine umstiegsfreie Verbindung Mädelhofen – Marktheidenfeld gäbe es dann nicht mehr! Somit wäre das Problem weiterhin existent. Das wäre für mich inakzeptabel. Die Lösung müsste klar sein, dass die 633 immer in Mädelhofen Ort anhält.

Das Landratsamt Main-Spessart meldet sich leider seit Wochen nicht auf Rückfragen zu diesen zwei Problemen, weder auf den persönlichen Brief, den der 1. BGM von Uettingen, Markus Wind, und ich an das LRA geschrieben haben, noch auf die Rückfragen, die ich über das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg eingereicht habe. In der IKA-Sitzung war ebenfalls kein Vertreter des LRAs Main-Spessart da, obwohl wir eine Anwesenheit beantragt hatten. Offensichtlich sind die Belange der Ortschaften Mädelhofen, Roßbrunn und Uettingen dem Landkreis Main-Spessart so egal, dass nicht mal eine lösungsorientierte Diskussion über die Probleme möglich ist. Das finde ich sehr bedauerlich! Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Belange der drei Dörfer berücksichtigt werden. Der IKA hat beschlossen, das Thema noch mal an die beiden Landkreise Main-Spessart und Main-Tauber heranzutragen.

Weiterhin ging es bei dem TOP um die Frage, ob eine sog. Landesbedeutsame Buslinie, das ist eine Art durch den Freistaat finanzierter Schnellbus zwischen Mittel- und Oberzentren, zwischen Würzburg und Marktheidenfeld eingerichtet werden könnte. Leider stellt der Freistaat hierfür in den nächsten zwei Jahren keine Mittel zur Verfügung.

Sachstand Radwege Veitshöchheimer Straße und Löwenbrücke

Berichtet wurde über den Sachstand zu möglichen Verbesserungen für den Radverkehr in der Veitshöchheimer Straße und bei der Löwenbrücke.

In der Veitshöchheimer Straße soll ein Zweirichtungsradweg entstehen. Allerdings sind in den nächsten Jahren keine finanziellen Mittel hierfür vorhanden. Die CSU beklagte den Wegfall von Autospuren und verlangte, die Radwegeführung zu ändern. Ich erklärte hierzu, dass das wichtigste die Verkehrssicherheit für den Radverkehr ist, egal bei welcher Lösung, diese aber in jedem Fall gewährleistet sein müsse, sonst mache ein Umbau keinen Sinn.

Außerdem wurde über den Sachstand des Umbaus des Löwenbrücke für den Radverkehr berichtet. Da diese Strecke die Fortsetzung des wichtigen bundesweiten Radwegs „D9“ ist, der aus dem westlichen Landkreis kommt, ist diese Maßnahme auch für den Landkreis Würzburg von hoher Bedeutung. Nach Beschluss des Stadtrats wurde eine der drei Autospuren in einen Zweirichtungsradweg umgewandelt, derzeit laufen noch die Arbeiten für den Anschluss des Radwegs an den Brückenköpfen an die dortige Radinfrastruktur. Das ist ein großer Meilenstein für sicheres Radfahren aus dem westlichen Landkreis in die Stadt! Was jetzt noch fehlt ist der Radwege-Lückenschluss in der Leistenstraße. Ich habe im IKA erneut darauf hingewiesen, dass hier ein separater Radweg dringend notwendig ist.

Kreistagssitzung vom 19. Oktob…