Kein Denkmal für Massenmörder

Zur Berichterstattung der Mainpost vom 10. März 2021 und der Entscheidung des Geroldshäuser Gemeinderats, den Namen des Auschwitz-Arztes und Kriegsverbrechers Eduard Wirths zunächst auf dem Kriegerdenkmal zu belassen, erklärt Sebastian Hansen, Bundestagsdirektkandidat für den Wahlkreis Würzburg:

„Die Entscheidung des Gemeinderats Geroldshausen, dem NS-Kriegsverbrecher Eduard Wirths zunächst weiterhin ein ehrendes Gedenken auf dem örtlichen Kriegerdenkmal zuteil werden zu lassen, ist inkonsequent, verantwortungslos und letztlich inakzeptabel. Wirths‘ Rolle als Massenmörder im KZ Auschwitz ist hinreichend bekannt, eine weitere Aufklärung nicht mehr notwendig. Der Gemeinderat Geroldshausen muss seine Entscheidung revidieren und den Namen unverzüglich entfernen lassen. Anschließend sollte aufgearbeitet werden, wie der Name überhaupt auf das Denkmal kommen und dort mehrere Jahrzehnte bleiben konnte.“

Update vom 12. März: gegenüber dem BR hat der Bürgermeister der Gemeinde Geroldshausen gesagt, dass der Name „zeitnah entfernt werden soll“.